Codex Studiosorum Bruxellensis
Gold und Silber
T: August Schnezler, 1828, opgetekend door Franz Behr
M: F.H. Truhn, 1843
Gold und Silber lieb' ich sehr, Kann's auch sehr gebrauchen, Hätt'ich nur ein ganzes Meer, Mich hinein zu tauchen, 's Braucht nicht grad geprägt zu sein, Hab's auch so ganz gerne,
Sei's des Mondes Silberschein Sei's das Gold der Sterne.
(BIS)
Seht, wie blinkt der goldne Wein Hier in meinem Becher, Horcht, wie klingt so silberrein Froher Sang der Zecher, Daß die Zeit einst golden war, Will ich nicht bestreiten!
Denk' ich doch im Silberhaar Gern vergangner Zeiten.
(BIS)
Doch viel schöner ist das Gold, Das vom Lockenköpfchen Meines Liebchens niederrollet In zwei blonden Zöpfchen. Darum du, mein liebes Kind, Laß uns herzen, küssen,
Bis die Locken silbern sind Und wir scheiden müssen.
(BIS)
Liebes Mädchen, trag nicht Leid, Blicke nicht so trübe, Weil du nicht die einz'ge Maid Die ich herzlich liebe, Schau, Studenten machen's so: Lieben mehr als eine,
Bin ich nicht mehr studio Lieb'ich dich alleine.
(BIS)
Wer nur eine einz'ge küsst Bis zur Jahresende, Und die andern schüchtern grüßt Der ist kein Studente! Wer noch nie bezechet war, Der hat nie studieret,
Wär' er auch so manches Jahr, Ins Kolleg marschieret.
(BIS)
Deine Mutter hat's gesagt: "Einen Kuss in Ehren Soll man einem Studio Nimmermehr verwehren." Und was deine Mutter sagt, Sollst du treulich halten:
Küssen ist für junge Leut' Zuschauen für die Alten.
(BIS)
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